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schlafende vögel

interaktiver Spaziergang
mit Nora Mansmann

Basel, 20.2.2014
Art Affects – Politiken der Gefühle

Artist in Residence


schlafende vögel

Ausgestattet mit einer gezeichneten Karte, einer Taschenlampe und einem ersten Hinweise macht sich das Publikum in kleinen Gruppen auf den Weg in die Nacht. Eine Frau wird vermisst. Im Stadtraum finden sich Markierungen mit reflektierendem Band, Nachrichten und Botschaften, die sie hinterlassen hat: ein Zettel an einer Hauswand, Text auf einer Glastür, ein Barkeeper, der eine Botschaft überbringt, ein Anruf. Die Fremde wird angetrieben von einem diffusen Gefühl des verfolgt werdens, Angst, Ahnungen. Um ihr zu folgen, müssen wir uns auf sie einlassen, lernen, die Welt mit ihren Augen zu betrachten, Hindernisse überwinden, fühlen. Nach und nach dringt sie so in uns ein, wird zu einem Teil von uns. Findet sie so eine Zuflucht?

Stadt besteht nicht nur aus kaltem Stein und warmen, bewegten Körpern, sondern auch aus Emotionen, die eine Verbindung zwischen Belebtem und Unbelebtem herstellen. Ein Sediment aus Geschichten, Erinnerungen und Gefühlen schafft Orten, wo die Gefühle wohnen, wo verdrängte, vergessene oder unterdrückte Emotionen wie Vögel schlafen. Ein Geruch, ein Geräusch, eine Erinnerung vermag sie zu wecken. Dann beginnen sie in unserem Magen, in unserem Brustkorb zu flattern.

Der Stadtspaziergang schlafende vögel ist thematisch und geografisch übertragbar. Eine erste interaktive Präsentation des Konzepts fand am 20. Februar 2014 im Rahmen des trinationalen Festivals/Symposiums Art Affects in Kooperation mit dem Theater Basel, Literaturhaus Basel und Unternehmen Mitte statt.
Beratung: Eva Böhmer, mit Miriam Schulte (beide Theater Basel)

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